Die Architektur hinter Open Access
Das Ausgangsproblem:300 Netzbetreiber, kein gemeinsamer Standard
88 % der Marktteilnehmer nennen die fehlende IT-Standardisierung auch in 2026 als größtes Hindernis für Open Access. Das ist kein neues Ergebnis. Das ist ein strukturelles Versagen, das sich Jahr für Jahr fortschreibt.
Jede neue Wholesale-Partnerschaft ist ein eigenes Integrationsprojekt. Jede Schnittstellenversion ein neues Risiko. Jede manuelle Abstimmung im Clearing frisst Marge, die im Open Access ohnehin knapp ist.
Die Frage ist nicht mehr, ob sich das ändern muss. Die Frage ist, wie.
Die Antwort:Netbridge
Gemeinsam mit Plusnet haben wir eine Plattform gebaut, die genau dieses Problem angeht — nicht durch eine weitere proprietäre Insellösung, sondern durch eine bundesweite Glasfaser-Handelsplattform, die Netzanbieter und Nachfrager auf einer einheitlichen Ebene zusammenbringt.
Für Anbieter bedeutet das: schnellere Auslastung der eigenen Netze, schnellerer Return on Invest. Für Nachfrager: mehr Reichweite, kürzere Time-to-Market.
Was die Netbridge von anderen Ansätzen unterscheidet, ist nicht das Geschäftsmodell. Es ist die Architektur dahinter.
Die Rolle von conology:Architekt, nicht Lieferant
Unser Beitrag zur Netbridge ist kein klassisches IT-Dienstleistungsprojekt. Wir agieren als strategischer Architekt, der die prozessuale Intelligenz liefert, die eine Handelsplattform erst skalierbar macht.
Konkret: Unsere WaaX-Orchestrationsplattform harmonisiert S/PRI, WITA, WBCI und TMF-APIs nicht nebeneinander, sondern in einer gemeinsamen Prozesslogik. Die immense Heterogenität des Marktes wird vollständig abstrahiert — nach oben hin sieht der Nutzer der Netbridge eine einheitliche Plattform, während conology im Hintergrund die prozessuale Verantwortung für die automatisierte Bereitstellung trägt.
Plusnet kann sich damit vollständig auf das konzentrieren, was Plusnet kann: Vorleistungsprodukte veredeln und vermarkten.
Warum TMF der entscheidende Unterschied ist
Man kann Schnittstellen-Heterogenität auf zwei Arten begegnen. Die erste: für jeden neuen Partner eine neue Integration bauen. Das kennen die meisten IT-Abteilungen im Markt — und sie kennen auch die Konsequenzen.
Die zweite: eine Abstraktionsschicht schaffen, die die Heterogenität des Marktes absorbiert, anstatt sie an jede neue Partnerschaft weiterzugeben.
Die Netbridge-Architektur basiert konsequent auf TMF-Standards. Das bedeutet: Neue Netzbetreiber werden nicht integriert. Sie werden konfiguriert. Die Time-to-Market für neue Wholesale-Partnerschaften sinkt von Monaten auf Wochen. Und die Architektur bleibt auch dann kompatibel, wenn sich der Markt weiterentwickelt — kein Vendor Lock-in, keine technische Schuld, die sich still aufbaut.
Was das wirtschaftlich bedeutet
Neben der operativen Entlastung verändert der Plattform-Ansatz auch die Kostenstruktur grundlegend.
Hohe, risikobehaftete Anfangsinvestitionen für IT-Integration werden in planbare, nutzungsbasierte Betriebskosten überführt. Wartung, Security-Compliance und Schnittstellen-Updates liegen in der Verantwortung von conology — nicht im Ressourcenplan des Kunden. Die Total Cost of Ownership sinkt. Die Kapazität, die bisher in manueller Abstimmung gebunden war, steht für Wachstum zur Verfügung.
Der nächste Schritt: Vom Wholebuy zum nationalen Glasfaser-Hub
Die erfolgreiche Etablierung des Wholebuy-Modells ist der erste Schritt. Der zweite ist bereits in Planung: Die Netbridge wird sich zum zentralen Hub des deutschen Glasfasermarktes weiterentwickeln — auf dem Kapazitäten nicht nur eingekauft, sondern hochautomatisiert veredelt und weitervermarktet werden.
Das ist keine Vision für 2030. Daran arbeiten die Teams von Plusnet und conology heute.
Diskutieren Sie Ihre Architektur mit uns
Auf den Fiberdays 26 zeigen wir, wie eine skalierbare Open-Access-Architektur in der Praxis aussieht
— nicht als Konzeptpapier, sondern als laufendes System.
Lassen Sie uns in Halle 3.3, Stand E45 nicht über bunte Visionen sprechen, sondern über konkrete Architektur-Blaupausen für Ihr Netz.
